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A Guide to Self Synthesis / Flux FM

"Der Abend hatte sehr schöne Momente. Spannend wurde das Ganze auch durch eine brandaktuelle politische Dimension: In den USA sind trans Personen nach wie vor starken staatlichen Repressionen ausgesetzt – auf der Bühne wurde etwa erzählt, wie Menschen der Pass entzogen wird, wenn sie sich nicht für ein Geschlecht entscheiden wollen. Und auch in Deutschland gibt es weiterhin massive Anfeindungen. In diesem Sinne: ein wirklich wichtiger Theaterabend.“

January 31, 2025

ECHO 2050 / Flux FM

"Es war ein wirklich verrückter Abend. Ich hatte eine fantastische Zeit. Es war superverrückt, und es wurde auch gesungen. Sie führten auch klassische Stücke auf, aberinsgesamt würde ich sagen, es war mehr im Genre der Varieté-Shows angesiedelt. Es warsehr queer und eine absolut absurde Mischung. Es gab auch filmische Elemente... DasThema KI wird mit viel Humor angegangen, was mir wirklich gefallen hat. Heutzutage sinddie Diskussionen über KI entweder übermäßig begeistert von einer fantastischen Zukunftoder voller Angst. Das nervt mich persönlich, also fand ich das erfrischend. Es bot einespielerische Perspektive, die nahelegte, dass wir KI auf eine lustige Weise nutzen undanpassen könnten.Der Abend versuchte, das einzufangen, besonders mit einem campy,spielerischen queeren Ansatz."

02/2024

Who’s afraid of pop culture / NMZ

Alle fünf Stücke, wird nun durch Evan Gardner um zusätzliche Verfahrensweisen angereichert und in Partituren als notationsbasierte kulturelle Artefakte überführt. Tatsächlich hat Gardner weit mehr getan, als die zugrundeliegenden Popsongs unter Beibehaltung ihrer wesentlichen strukturellen Kennzeichen für die gemeinsam erprobten instrumentalen und vokalen Möglichkeiten des Opera Lab zu arrangieren und dadurch in das Format von Miniaturopern, zu transformieren. (…)  Die Verwendung von Popsongs als Ausgangsmaterial gewährleistet dabei den Bezug auf weltweit verständliche kulturelle Ausdrucksformen, unterstützt aber auch zugleich den Bildungs- wie den Unterhaltungsaspekt des gesamten Anliegens.

04/2022

Sales Of A Deadman / LA Theatrix Berlin

"Sales of a Deadman'' ist eine beunruhigende Studie über den Klang. (...) Evan Gardners komplizierte Partitur stellt die beunruhigende Studie des Klangs dar und bietet eine kontrollierte Kakophonie, die sich mit der seelenlosen Natur des amerikanischen Konsumverhaltens auseinandersetzt. (...) Sie vermittelt einen gefühlvollen und bissigen Eindruck von der Verschwendung, die der Kapitalismus hervorbringt.

04/07/2023

Who’s afraid of pop-culture / Bündnis für Freie Darstellende Künste Bundesforum

Evan Gardner, Komponist und künstlerischer Leiter der Gruppe, hat die Partituren der einzelnen Songs so arrangiert, als handele es sich um zeitgenössische experimentelle Opernmusik: seltene Instrument-Kombinationen, Klangtexturen auf der Grenze zwischen Ton und Geräusch, harmonische Freiheiten. Dazu kommen die klassisch trainierten Stimmen, groß, pathos- und vibratosatt. (…) Die Filmregisseur*innen, die in den Clips die Regie übernahmen, zeigen Ästhetiken, die an die Tradition der Musikvideos und ihrer Narrative anknüpfen – bei Geistern und Untoten denkt man etwa beinahe automatisch an Michael Jacksons „Thriller“-Video.

2021

HUM-AN Orchestra / RBB 24

Die einen spielen ein wunderschönes Lied, den anderen ist das zu süß - die Stimmung kippt ins Aggressive. Liebliche Melodie trifft auf wildes Cluster-Geknalle auf dem Klavier.

So entsteht ein immer stärker werdender Drive auf der Bühne, Gefühle und Meinungen befeuern sich gegenseitig. (...) Jede dieser Interaktionen hat eine musikalische Entsprechung. Das ist die Mechanik dieser Maschine, so entstehen Klänge, die sich nacheifern, widersprechen, anfeuern, auslöschen. (…)

Was das punktgenaue, musikalisch spannende und häufig auch einfach urkomische Zusammenspiel angeht, ist es aber in jedem Fall ein begeisternder Abend.

24/02/2022

The Great (re)Learning / Exberliner

Wie können wir nach den COVID Lockdowns wieder zur Normalität zurückkehren? (...) Opera Lab Berlin bietet eine überraschend bewegende und originelle Sicht auf das altbekannte Thema. Die Komposition aus Cornelius Cardews The Great Learning wurde überarbeitet und trifft genau den richtigen Ton, mit sich wiederholenden Zwischenspielen, die die Botschaft der Langeweile untermauern. (...) Ein höchst originelles Stück mitreißendes Musiktheater.

28/11/2022

ODYSSEY: Dead Men Die / O-Ton – online Musikmagazin

Es ist ein Kernmerkmal des Ensembles, dass alle assoziierten Künstler und Darsteller in sämtlichen performativen Ausdrucksweisen arbeiten. Die Vermittlung von experimenteller Ästhetik mit inhaltlicher Aktualität ist ein primäres Anliegen des Ensembles. Somit wundert es nicht, dass ein so traditionsreiches Thema wie die Rückkehr des Odysseus in der neuen Produktion als musiktheatralische Megafarce behandelt wird. […] Was sich anfänglich als Theater des Absurden anhört und ansieht, erweist sich auf den zweiten Blick doch als beachtliches Unterfangen für dieses kleine Ensemble, das mit viel Enthusiasmus, aber sehr geringen finanziellen Mitteln arbeitet. Schrill und bunt und persönlichkeitsgerecht sind die Kostüme von Hanna Rode. Bühnenbildner Martin Miotk hat die zwei Welten mit einer roten Rampe verbunden, die mal als Brücke, mal als Parolenempore benutzt wird. Filmemacher Christian Striboll visualisiert die schwierige Rückkehr des Odysseus als Marsch durch den Sumpf des Lebens.

Sopran Gina May Walter ist die Kinobetreiberin Penelope, die mit komödiantischem Timing ihr Strohwitwendasein beklagt und dann doch als Furie den Rückkehrer bestraft, bevor sie ihn resigniert wieder akzeptiert. Als Sohn der Kinobetreiberin muss Countertenor Georg Bochow erst mal als Ein-Mann- Orchester-mit-Popcorn-Verkäuferfunktion auftreten, erst danach darf er seine Psychosen als halbverwaistes Kind loswerden. Bariton Martin Gerke ist ein wunderbarer schmieriger Komödiant, der sich in der Rolle des Odysseus durch die Jahrtausende geschlagen hat und sich nun einfach dem Vergnügen hingeben will.

Die Komposition von Evan Gardner ist voller punktueller Referenzen an die Musikgeschichte. Zusätzlich zu den präparierten Celloklängen und anderen elektronischen Einspielungen gibt es Klavierzitate aus Gershwins Rhapsodie in Blue sowie aus Alessandro Scarlattis Oper Il Primo Omicido nebst griechischen Chordeklamationen. Die 15 musizierenden Sirenen sind sowohl für den Gesang als auch für das Musizieren zuständig – dafür ist der musikalischen Leitung von Shin-Joo Morgantini und Louis Bona wie auch Evan Gardner für die Elektronik ein großes Lob auszusprechen, da die Ausführenden ihre Beiträge großenteils aus unterschiedlichen Positionen im Saal bringen. Sehr warmer Applaus für das gesamte Ensemble und die Produktion.

01/02/2020

Songs of Rebellion / O-Ton – online Musikmagazin

Die Revolution frisst ihre Kinder. Das ist keine neue Erkenntnis, aber eine erschreckende. Die wird in Songs of Rebellion verhandelt. […] Großartig, was die Darsteller leisten. Egal, ob sich einzelne in Einzelpositionen produzieren oder die Gruppe den rebellischen Sound gemeinsam erzeugt, aufregend bleibt es von Anfang bis Ende. Ende heißt in diesem Fall, dass Zuschauer auf dem Boden liegen. Der Friedhof am Ende der Rebellion ist riesig. Das stimmt nachdenklich. […] Songs of Rebellion beunruhigt, wirft Fragen und Perspektivlosigkeit auf. Eine ungesunde Mischung. Und vielleicht gerade deshalb ein aufreibendes Stück, das über den Tag hinauswirkt.

02/10/2019

Songs of Rebellion / VAN – Webmagazin für klassische Musik

Während in Hongkong Millionen Menschen auf die Straße gehen und Fridays for Future weltweit zum Protest aufruft, setzen sich die Komponistin Brigitta Muntendorf und der Regisseur Michael Höppner in ihrer aktuellen Produktion Songs of Rebellion performativ mit der teils ambivalenten Beziehung zwischen Protest und Song auseinander. Entwickelt wurde die Performance innerhalb einer von ihnen zusammengestellten ‚Community of Practice‘. Die Premiere zur Eröffnung des Festivals BAM! im Ballhaus Ost polarisiert. Das Kostüm fährt mit aufgemalten Penissen und Antifa-Anleihen kunstvoll und mythisch an der Grenze zum Pubertären entlang, manches ist infantil überladen. Musik und Performance jedoch überzeugen in einer Kraft, die nicht ohne den Blick auf die besondere, kollektive Entstehung des Projektes erklärbar scheint.

02/10/2019

ODYSSEY: Dead Men Die / nmz – neue musikzeitung

Seit mittlerweile sechs Jahren stellt das Opera Lab Berlin, 2014 vom Komponisten Evan Gardner und dem Regisseur Michael Höppner gegründet, die Idee einer radikalen musikalischen Gleichberechtigung aller Mitwirkenden in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Wie bei allen seither präsentierten Projekten profitiert auch die Realisierung von Gardners neuestem Musiktheater „Odyssey: Dead Men Die“ von der hierarchielosen Arbeitsweise des Ensembles, der die gemeinsame Verantwortlichkeit bei der Entwicklung aller Aspekte der Aufführung zugrunde liegt. […]

Die Aufführung erweist sich als pralle Theaterfarce voller geglückter Einfälle, die – mit einem Bühnenbild von Martin Miotk und mit Videos von Christian Striboll versehen – von Höppner in Form eines Stationentheaters an unterschiedlichen Spielorten innerhalb des Hauses inszeniert wird. […] Auch hier liefert Gardners Musik mit ihren Wechseln zwischen fein ausgearbeiteten Einschüben und eher grobmaschig strukturierten Passagen den Ausgangspunkt für vielfältige Theateraktionen. […]

Dass dies alles tadellos funktioniert, darf man als große Leistung des Opera Lab verbuchen. Die Aufführung belegt nicht nur, mit welcher Akribie die Mitglieder Gardners musikalische Vorgaben ausgestaltet und zu einem übergeordneten Theatergefüge entwickelt haben. Sie macht auch deutlich, dass das von Shin-Joo Morgantini und Louis Bona geleitete Ensemble den enormen Anforderungen des Aufführungsgefüges – bestehend aus Singen, Sprechen, Musizieren ohne Notentext und Agieren im Verband mit anderen oder solistisch – ohne Abstriche gerecht wird. Problematisch ist das Ergebnis allein dadurch, dass man den Anspielungsreichtum des Musiktheaterabends nicht in seiner Totalität erschließen kann und es eigentlich einer zweiten Aufführung bedürfte, um das Erlebte einordnen zu können. Aber ist das nicht auch ein positives Signal in einer Zeit, die alles immer nur in handliche Häppchen verpacken möchte und im Gegenzug das allzu Sperrige vermeidet?

01/02/2020

ODYSSEY: Dead Men Die / Siegessäule

Das Musiktheaterkollektiv Opera Lab Berlin bringt  eine brisant aktuelle Lesart des antiken Odysseus-Stoffs auf die Bühne.

Unter den Musiktheatergruppen in der freien Szene der Hauptstadt ist die Truppe Opera Lab Berlin zweifellos eine der experimentellsten und erfrischendsten. Der Name ist Programm, das Kollektiv versteht sich als kreatives Labor. Die prall gefüllten, gerne grell gefärbten Stücke der Truppe sind gleichzeitig Oper und Instrumentales Theater, Performance und begehbare Installation. Trash und Camp gehen Hand in Hand mit Satire, spitzer Kritik und beißender Farce. […]

Für sein aktuelles Projekt „Odyssey: Dead Man Die“ knöpft sich das Kollektiv die antike Sagenfigur Odysseus vor. Bei Homer wird er als verwegener Held präsentiert. Opera Lab Berlin hinterfragt dagegen Odysseus schonungslos und macht ihm den Prozess. […]

Gardner arbeitet in seiner Musik für Stimmen, Instrumente und Elektronik mit vielfältigen stilistischen Bezügen, Zitaten aus der Popkultur und aus der Musikgeschichte. Diese Referenzen sind ihm wichtig als deutliche Hinweise auf soziokulturelle Kontexte, die im Stück behandelt werden. Und die sind hochaktuell. Denn die Geschichte um Odysseus wird hier gelesen als ‚Versuch der gewaltsamen und ignoranten Wiederherstellung einer zutiefst krisenhaften und kaputten Gesellschaftsordnung‘, wie Michael Höppner erläutert. Das verspricht kapitalismuskritischen Funkenflug, geschlagen aus der berühmten antiken Sage.

02/2020

Songs of Rebellion / Neue Zeitschrift für Musik

Als ritualisiertes Aufbegehren stellt Songs of Rebellion (Brigitta Muntendorf / Michael Höppner) den bereits im Titel anklingenden Widerspruch zwischen romantisch verklärten Liedern und gesellschaftskritischer Auflehnung zur Diskussion. Der dystopische Popmusik-W(Gl)eichspüler formt zwar Arbeiterlied und „Punkitüde“ gleichermaßen zu einem faden (Klang-) Bild und entzieht in der Verschränkung von Schuberts Winterreise mit der Internationalen dem jeweils anderen die ästhetische und reflexive Kraft, doch zeichnet sich so ein Spiegel der Zeit ab, der uns von einer „Rebellion“ in die nächste schlittern lässt, ohne einen Umsturz herbeizuführen: Rebellion als romantisch mystifiziertes Ritual irgendwo zwischen Aufbegehren und Gleichgüligkeit.

02/2019

Lonely Hearts Bus Tour / Positionen

„Die Teilnahme an der ‚Lonely Hearts Bus Tour‘ (Opera Lab Berlin) bedeutete eine Fahrt in die Berliner Clubwelt. Als Ort dazu diente ein altgedienter Bus, abgestellt am Koppenplatz. Das lonely heart war das eines prototypischen Partygirls, dessen Feierlaune durch Liebesschmerz verursacht und zugleich massiv beeinträchtigt war. Die Folge: eine einstündige Serie von Gefühlsausbrüchen. ‚Next stop: Depression‘, kommentierte ein Mitglied der musizierenden Bus-Crew am Ende sarkastisch.“

11/2018

Lonely Hearts Bus Tour / MusikTexte

„Flackernd und dabei brutal zeitgemäß, verlagert das Opera Lab Berlin in seiner Eigenproduktion ‚Lonely Hearts Bus Tour‘ den Selbstfindungstrip einer ganzen Generation junger Berliner in einen ausrangierten und präparierten Bus, in dem das Publikum zusammen mit den Musikern eine Irrfahrt durch die letzten Stadien einer zerbrochenen Beziehung unternimmt. Das Material für die schrille Konfrontation mit den Nöten einer abgehängten Generation findet der Komponist Evan Gardner in den Geschichten über Clubnächte und Drogenexzesse in der nächtlichen Hauptstadt. Der Bus wird zur Chiffre für Entwurzelung und aufoktroyierte Mobilität, die ein Zur-Ruhe- Kommen faktisch ausschließt.“

11/2018

Lonely Hearts Bus Tour / SWR2 Journal am Abend

„In der ‚Lonely Hearts Bus Tour‘ sitzen die Besucher im abgedunkelten Bus. Das Opera Lab Berlin lädt zur imaginären Stadtrundfahrt durch ein gentrifiziertes Berlin. Ein Stadtführer im rosa Rattenkostüm besingt die Stadt als Kapitalanlage. Unterwegs lesen sie eine Clubgängerin in Gold-Leggings und Flügeln auf. Die singt ihre Trauer über einen verlorenen Liebhaber heraus und zitiert aus der Offenbarung des Johannes - Gefallener Engel oder Hure Babylon? Ein modernes Oratorium.“

24/09/2018

Lonely Hearts Bus Tour / nmz

„Mir scheint, dass der Anspruch einer politischen Anteilnahme in den einzelnen Produktionen glattgeschliffen war – mit wenigen gelungenen Ausnahmen: ein zum Theaterraum umfunktionierter und in die Jahre gekommener Bus, abgestellt mitten im hippen Berlin-Mitte, ist in der Tat ein politisches Statement: witzig, subversiv – und pragmatisch.“

11/2018

Lonely Hearts Bus Tour / Theater der Zeit

„Am Koppenplatz fährt der Bus nach Nirgendwo. Die Räder sind aufgebockt, die Scheiben mit Brettern verdeckt. Auch im Inneren erwartet die Fahrgäste ein Ambiente, das, mit Glitzerfolien und Diskokugeln, wenig zu tun hat mit gewöhnlichem Linienverkehr. Was hier beginnt, ist ein Stillstands-Trip zu klassisch durchsetzten Elektro-Sounds. Alba Gentili-Tedeschi an den Keyboards und die Flötistin Shin-Joo Morgantini (im Katzenlook) schaffen eine großstadtkühle musikalische Spur. Die Sopranistin Gina May Walter moderiert mit kristallenen Koloraturen den ersten Halt dieser Stationenreise an: Wut. Folgen werden Leugnen, Depression, Akzeptanz. Um Liebeskummer- und Trauerbewältigung geht es. Ein durchaus dringliches Thema in Berlin. ‚Lonely Hearts Bus Tour’ heißt diese Arbeit der Berliner Gruppe Opera Lab.“

11/2018

Wir aus Glas / Süddeutsche Zeitung

„Die sechs Musiker vom Opera Lab Berlin hausen hier so selbstverständlich wie die zwei Sängerpaare, man geht schlafen, duschen, aufs Klo, kocht, feiert beim Dinner die totale Selbstzufriedenheit.“

03/06/2018

Wir aus Glas / Berliner Morgenpost

„Dabei werden die Musiker des Opera Lab Berlin nicht versteckt, sondern sind auch als Darsteller auf der Bühne präsent, wurden von Kostümbildnerin You-Jin Seo mit Outfits wie lila Badekappe kostümiert.“

21/06/2018

Rollbergidyll / taz

„Das Idyll ist ein Bereich, aber auch Zustand des friedlichen und einfachen Lebens in meist ländlicher Einsamkeit. Dieses fast verloren gegangene Idealbild lässt das Theaterensemble Opera Lab Berlin in ihrem Musiktheaterstück „Rollbergidyll“ wiederaufleben.“

23/06/2018

Rollbergidyll / Tagesspiegel

„Das abenteuerlustige Opera Lab Berlin belebt die vergessen geglaubte Gattung der Idylle neu. Damit eng verbunden ist die Vorstellung eines mythischen Arkadiens, eines Ortes jenseits aller gesellschaftlichen Zwänge. Spannend also, wenn die Musiker und Performer wild kostümiert und mit Musik von Schubert bis Aperghis in der Rollbergsiedlung bei einem Buffet auf echtes Leben und wahre Neuköllner treffen.“

23/06/2018

Rollbergidyll / Scenekunst

„Zuwanderer, Kinder und Hausfrauen sind kein Standardpublikum für experimentelles Musiktheater. Wenn ich aber die deutschen Hausfrauen sehe, die sich für diesen Anlass schick gemacht haben und das Buffet voller Neugier und Entzücken essen, während die merkwürdig funkelnde musikalische Theatererzählung stattfindet, stellt sich heraus, dass es etwas gibt, das dieses Publikum in erster Linie vereint: Armut. Als Zuschauer und Kritiker bin ich von ambivalenten Gefühlen erfüllt. Was bedeutet es, die sogenannte ‚Hochkultur‘ in einen Raum zu verfrachten, der für die Schwächsten der Gesellschaft geschaffen wurde? Es wird offensichtlich, dass das Experiment des Opera Lab Berlin die Herausforderung meistert. Dieser Versuch eines Gemeinschaftsprojekts vermeidet glücklicherweise die übliche Falle, die eine jahrhundertealte Kluft zwischen zeitgenössischer Kunst und den ‚Leuten‘ aufreißt. Vielleicht könnte man sich die Performance als eine Art Transformationsritual vorstellen, bei dem Musik, Gesang, Bühnenbild und funkelnde Kostüme dem Ort Kraft verleihen: etwas, bei dem er aus dem grauen, geschäftigen Alltag gerissen wird.“

29/06/2018

Was tun? – eine Wunderkammer / tip

„Adorno behauptete, es gäbe kein richtiges Leben im falschen. Aber wie sieht das richtige aus? Das Ensemble Opera Lab Berlin montiert Stücke zeitgenössischer Komponisten wie Helmut Lachenmann, Jennifer Walshe und Brigitta Muntendorf mit Motiven aus Nikolai Tschernyschewskis sozialutopischem Roman ‚Was tun?‘ aus dem Jahr 1863. Darin probieren sich junge Leute an gesellschaftlichen Veränderungen innerhalb einer Wohnkommune.“

11/04/2018

Was tun? – eine Wunderkammer / Opulens

„Opera Lab Berlin geht es nicht mehr nur um Wohnungspolitik. Es handelt sich vielmehr um einen Überblick über verschiedenen Lebensformen der ‚bürgerlichen Bohème‘. Die Besucher bewegen sich durch die Räume einer Wohnung. In drei Akten werden parallele Nummern für Solo, Duo oder sogar größere Gruppen gespielt. […] Dieses experimentelle Musiktheater speist sich aus drei klar definierten Quellen: dem musikalisch-postdramatischen Theater, der Oper und der zeitgenössischen Kunstmusik. Opera Lab Berlin ist eine Art Experte bei der Erstellung komplexer Gesamtkunstwerke. Die Musik in ‚Was tun? – Eine Wunderkammer‘ ist nicht für die Aufführung komponiert, wie dies im traditionellen Musiktheater der Fall ist. Sie setzt sich stattdessen aus Kompositionen verschiedener Komponisten zusammen, die für das dramaturgische Konzept bestimmt sind und inszenatorisch interpretiert werden. Wenn man möchte, kann man natürlich eine Parallele zwischen dieser Form der vermittelten ‚Armut‘ und der Fähigkeit des Kulturprekariats sehen, im Hyperkapitalismus zu überleben und kreativ zu sein. Die Kunst findet immer neue Wege. Wie wir an der Wohnungspolitik sehen.“

20/04/2018

Staatstheater / der Freitag

„Opera Lab Berlin hat das Staatstheater in entwaffnend-einleuchtender Derbnis und mit hochprofessioneller Musikalität und theatraler Hingabe gestemmt. Sensationeller Hype. Nachnominieren zum THEATERTREFFEN!“

03/05/2017

Staatstheater / Neue Musik Zeitung

Mauricio Kagels szenische Komposition „Staatstheater“, 1967 als Auftragswerk der Hamburgischen Staatoper entstanden und vom Komponisten selbst realisiert, wurde nun von der freien Gruppe Opera Lab mit zwei altgedienten Kämpen der Deutschen Oper Berlin, Catherine Gayer und Klaus Lang in den Hauptpartien, neu zur Diskussion gestellt. […] Die hier allesamt Kagel getreu vertretenen Darstellungsbereiche von Oper, vokaler und instrumentaler Musik, Szene und Tanz werden im Ballhaus zu einem Panoptikum. […] Die Alte applaudiert dazu von der Bühne aus und initiiert so den allgemeinen freundlichen Premierenapplaus.

03/05/2017

Staatstheater / O-Ton

„Andockend an die 1971 revolutionären Parolen von Pierre Boulez, man solle doch die Opernhäuser in die Luft sprengen, findet diese Inszenierung unter deren Ruinen statt. […] Mit hunderten von alltäglichen Geräuschemachern kreiert Evan Gardner eine neue Fassung des Werkes. Regisseur Michael Höppner weiß, wie man auf jedes Geräusch reagieren kann, und sei es nur ein naives, gekonntes Augenrollen. Gespannt erwartet der Zuschauer den nächsten Effekt und lauscht den diversen musikalischen und vokalen Kundgebungen.“

05/05/2017

Gunfighter Nation / bachtrack.com

„Bei der expressiven Westernoper Gunfighter Nation des Opera Lab Berlin in der Kooperation mit der Klangwerkstatt Berlin, inszeniert von Michael Höppner, geht es nicht um Buffalo Bill, es werden dabei vielmehr die dunklen Seiten des westlich-kulturellen Vandalismus nach dem Motto ‚Zivilisierung der Wildnis‘ ins Visier genommen. […] In einer konventionellen Oper müssen nur die Sänger ihre Rollen auswendig auf der Bühne darbieten, aber bei dieser Produktion kamen auch den Instrumentalisten gleiche Aufgaben zu. In Gunfighter Nation setzt der Komponist Evan Gardner eine radikale musikalische Gleichberechtigung auf erfreuliche Art und Weise um. […] Immer wieder ist die Rede davon, dass die Neue Musik in einer Sackgasse stecke. Ein Versuch, dieser Sackgasse zu entkommen, ist die Verflechtung mit anderen Genres. Zwar wurde zeitgenössische Musik schon öfter mit Bewegung kombiniert, doch die Kluft zwischen Musik und Bewegung war dabei dennoch eindeutig spürbar. Dagegen ist die progressive, in der Tat kluftlose Kombination von Musik und Aktion in der Westernoper Gunfighter Nation durch die Akzentuierung des Schauspielerischen für alle beteiligten Musiker sehr erfolgreich gelungen.“

12/11/2016

Gunfighter Nation / Neue Musik Zeitung

„Opera Lab, der Veranstalter dieser freien Opernproduktion, scheint das Ergebnis der Wahlen in den USA so und nicht anders erwartet zu haben. Aus dem Wort ‚Western‘ wird ‚West Earn‘ auf goldenen Lettern in der überaus reich aufgepeppten Spielstätte, dem Berliner Ballhaus Ost im Szene-Stadtteil Prenzlauer Berg. […] Originell erweist sich Gardners Partitur im Einsatz von Musikern, die gleichermaßen virtuos schauspielern und singen, ihr Instrument nicht nur auswendig beherrschen, sondern damit auch ungewöhnlich hantieren müssen. […] Die Momente der hier versammelten grotesken Trapp- oder auch Trump-Familie hat Michael Höppner im Bühnenraum von Martin Miotk und den bis in die Dessousdetails pretiösen Kostümen von Andy Besuch gekonnt in Szene gesetzt.“

12/11/2016

Gunfighter Nation / Tagesspiegel

„Das könnte eine ordentliche White-Trash-Trump-Parodie werden. Tatsächlich handelt es sich aber um die Uraufführung der Opern-Performance ‚Gunfighter Nation‘, die nur am Rande auf die gelaufene Präsidentschaftswahl eingeht. Das kuriose, hochexperimentelle, postdramatische Werk, produziert vom Opera Lab und der Klangwerkstatt Berlin, ist vielmehr eine Auseinandersetzung mit den Mythen und den Vulgarismen der USA in ihrer ganzen bedrohlichen Breite. […] Keine Frage: Dieses Stück will gewaltig auf die Nerven gehen, so sehr wie die USA momentan den Außenstehenden.“

14/11/2016

Radiofeature Deutschlandradio Kultur

„Zeitgenössische Feldforschung. 

Das Opera Lab Berlin“


Sendereihe „Neue Musik“


Auf die Arbeiten des Opera Lab Berlin aufmerksam geworden, hat der Journalist und Künstler Thomas Grötz eine Radiosendung produziert, die am 7. Juni 2016 auf Deutschlandradio Kultur in der Reihe „Neue Musik“ unter dem Titel „Zeitgenössische Feldforschung. Das Opera Lab Berlin“ gesendet wurde. 

Interviews mit Mitgliedern des Ensembles, Ausschnitte aus bisherigen Produktionen und ein weiterführendes Nachdenken über unsere künstlerische Arbeit im Kontext des aktuellen zeitgenössischen Musiktheaters machen das Radiofeature zu einem hörenswerten Porträt des Opera Lab Berlin.

07/06/2016

triebgesteuert / Neue Zeitschrift für Musik

„Tobender Applaus. Die Performer Thorbjörn Björnsson, Angela Braun, Sophie Catherin, Bettina Gfeller, Magnús Hallur Jónsson und Timotheus Maas sowie die Schlagwerker Evdoxia Filippou und Victor Barceló werden gefeiert. Die Regisseurin Eva-Maria Weiß und Ausstatterin Lisa Fütterer betreten mit dem Dirigenten und musikalischen Leiter Antoine Daurat die Bühne. Und das Publikum verlässt selig den Saal. Das Opera Lab Berlin, ein mehr oder weniger offener Pool an PerformerInnen, RegisseurInnen und KomponistInnen, erarbeitet seit 2013 in loser Folge Musiktheaterabende in Berlin – an verschiedenen Orten, mit wechselnden Besetzungen und Ideen. Ein wunderbares Format, wie sich an diesem Abend im linksalternativen Ackerstadtpalast zeigen sollte. Nicht die auf Jahre geplante Großproduktion verfolgt die Truppe, sondern das im Kleinen erarbeitete Experiment: Offen für unabgesicherte Ideen, improvisatorische Elemente und einen undogmatischen Umgang mit Partituren.“

03/2017

Salon Q / www.opernnetz.de

"Es macht Spaß, die diversen visuellen und historischen Zitate zu entdecken – die Lady entpuppt sich als Yoko Ono, die Cellistin wird zur Personifizierung von Man Rays Photos und so weiter. Evan Gardner, eigentlich als Komponist bekannt, gibt mit Salon Q sein Regiedebüt. Er setzt sich durchaus amüsant mit der Geschichte des Streichquartetts in den diversen Bildern auseinander, bis hin zur Gegenwart mit E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und den Beatles.

Die Mitglieder des Streichquartetts entwickeln eine subtile Persönlichkeit während des Stückes, durchaus im Zusammenhang mit gängigen Klischees. Nolundi Tschudi gibt eine perfekte Yoko Ono ab – distanziert, selbstverliebt und mit aufgetragener Sinnlichkeit."

12/9/2015

Macbeth / Berliner Zeitung

„Die Instrumentalisten erweitern diesen Klangraum des Hechelns und Zitterns, des Schwellens und Bellens mit großer Kunst und einigem Vergnügen. Sciarrinos Musik packt mit klaren Kontrasten der Situationen, die sich in der Instrumentierung abbilden. Es ist ganz alte psychologische, lautmalerische Musik, die sich durch die Szene unmittelbar mit Sinn erfüllt, eine Szene, die Flimm gestaltet wie den Gaukler-Sommerrummel des Hexenkessel-Hoftheaters.”

23/06/2014

Macbeth / Tagesspiegel

"Da die beiden getrennten Orchester, die Sciarrinos Partitur verlangt, im Probenraum nicht unterzubringen sind, spielt eines durch die offene Tür von draußen. Wundersame lyrische Korrespondenzen ergeben sich daraus unter den Musikern und Sängern, Echos, skelettierter Ausdruck, Flageoletts und Klappengeräusche, verfremdete oszillierende Klänge.

Die Macht des Tons (etwa des Cellos) dominiert in der Hörlandschaft, die David Robert Coleman beherrscht. Er ist ein Dirigent, der mit der Musik atmet. Hervorragende Partner hat er in der Gruppe Opera Lab Berlin."

23/06/2014

Macbeth / Financial Times

„Der bizarre Raum verleiht dieser neuen Produktion einen starken Zauber, doch die größte Kraft dieses Abends wohnt der Musik inne. David Robert Coleman leitet die erfahrenen Musiker von Opera Lab Berlin in einer konzentrierten, fesselnden Erzählung der Partitur.“

24/06/2014

Macbeth / Financial Times

“The bizarre location lends a strong element of magic to this new production, but the evening’s greatest strengths are musical. David Robert Coleman leads the assured players of the Opera Lab Berlin in a taut, engrossing account of the score.”

24/06/2014

Macbeth / Tagesspiegel

"Since the two separate orchestras required by Sciarrino’s score cannot both fit in the performance space, one must play from outside through an open door to the other. Wondrous lyrical correspondences arise as a result between the performers as they share echoes of skeletonized expression through harmonics, key noises, and distorted oscillating sounds.

The force of sound created by David Robert Coleman dominates the audible landscape, a conductor who clearly breathes with the music. He has found excellent partners in Opera Lab Berlin."

23/06/2014

Macbeth / Berliner Zeitung

“The instrumentalists extend that soundscape of panting and shivering, of swelling and barking with great artistry and some delight. Sciarrino’s music captivates through clear contrasting situations, which are depicted in the instrumentation. It is very old psychological, onomatopoeic music, which is immediately filled with meaning by the scene action, on a scene which Flimm arranges like the traveling artists summer fair in the Hexenkessel-Hoftheater.”

23/06/2014

Salon Q / www.opernnetz.de

"It’s fun to discover the various visual and historical quotations - the lady turns out to be Yoko Ono, the cellist is a personification of Man Ray‘s photographs, and so on. Salon Q is the composer Evan Gardner’s directorial debut; he entertainingly mixes various tableaus from the history of the string quartet with the electric guitar, bass and drums of the Beatles.

The various members of the quartet develop subtle personalities throughout the piece, although certainly within the context of common clichés. Nolundi Tschudi is a perfect Yoko Ono - aloof, narcissistic and with a heavily applied sensibility."

12/9/2015

triebgesteuert / Neue Zeitschrift für Musik

“Thunderous applause. The performers Thorbjörn Björnsson, Angela Braun, Sophie Catherin, Bettina Gfeller, Magnús Hallur Jónsson and Timotheus Maas as well as the percussionists Evdoxia Filippou and Victor Barceló are being celebrated. The director Eva-Maria Weiß and stage and costume designer Lisa Fütterer enter the stage with the conductor and musical director Antoine Daurat. And the audience blissfully exits the theatre. Since 2013 Opera Lab, a more or less open pool of performers, directors and composers, produces music theatre shows in loose sequence in Berlin - in various places, with changing casts and ideas. It proved to be a wonderful format tonight at the leftwing Ackerstadtpalast. The ensemble doesn’t seek giant productions with long-term planning, but rather small carefully distilled experiments: open for unsecured ideas, improvised elements and an undogmatic handling of scores.”

03/2017

Radiofeature Deutschlandradio Kultur

“Contemporary field research: 

Opera Lab Berlin "


Series "New Music"


After becoming aware of the work of Opera Lab Berlin, journalist and artist Thomas Grötz produced a radio show for Deutschlandradio Kultur that has been broadcasted as part of the series "New Music" with the title "Contemporary field research: The Opera Lab Berlin" on June 7, 2016.

The show has interviews with members of the ensemble, excerpts from past productions and reflection on our artistic work in the context of the current contemporary music theater world. The episode is a great way to hear a portrait of Opera Lab Berlin.

07/06/2016

Gunfighter Nation / Tagesspiegel

“What could have been a proper White-Trash-Trump-parody turned out to be the world premiere of the opera-performance ‚Gunfighter Nation‘, which only as a footnote reacts to the recent presidential election. This curious, highly experimental post dramatic work produced by Opera Lab and Klangwerkstatt Berlin, is much rather an examination of the American myths and vulgarisms in all of their menacing facets. […] Without a doubt: this piece wants to be utterly obnoxious, just as the USA currently is for all outsiders.”

14/11/2016

Gunfighter Nation / Neue Musik Zeitung

“Opera Lab, the producer of this free opera production, seems to have expected this exact outcome of the US elections. The word ‘Western’ is turned into ‘West Earn’ in golden letters in the lavishly decorated Berliner Ballhaus Ost in the hip borough Prenzlauer Berg. […] Gardner’s score proves original in the use of musicians, who have to sing and act equally virtuosically, play their instruments not only by memory, but also make unusual use of them. […] Michael Höppner has skillfully staged a grotesk Trapp- or Trump-family on Martin Miotk’s stage in Andy Besuch’s highly precious and detailed costumes.”

12/11/2016

Gunfighter Nation / bachtrack.com

“The expressive Western Opera Gunfighter Nation by Opera Lab Berlin in cooperation with Klangwerkstatt Berlin, staged by Michael Höppner, is not about Buffalo Bill, but rather targets the dark sides of the western-cultural vandalism along the lines of ‚civilizing the wild‘. […] In a conventional opera, only the singers have to perform their roles off copy, but in this production the instrumentalists were given the same task. In Gunfighter Nation the composer Evan Gardner implements a radical musical equality in a most pleasing manner. […] Again and again there is talk about contemporary music being stuck at a dead end, an attempt to escape this dead end is to interweave it with other genres. Indeed contemporary music has often been combined with movement, but the divide between music and movement always remains noticeable. In contrast, the progressive and indeed division-less combination of music and action by accentuating the importance of ‚acting’  for all participating musicians in the Western Opera Gunfighter Nation is very much successful.”

12/11/2016

Staatstheater / O-Ton

“Following Pierre Boulez’ revolutionary paroles from 1971 to blow up the opera houses, this staging takes place underneath their ruins. […] Evan Gardner creates a new version of this work with hundreds of every day noisemakers. Director Michael Höppner knows how to react to every noise, even if just with a naive but skillful eye-roll. The spectator keenly awaits each next effect, listening carefully to the diverse musical and vocal declarations”.

05/05/2017

Staatstheater / Neue Musik Zeitung

Mauricio Kagel's stage work "Staatstheater", commissioned by the Hamburg State Opera in 1967 and realized by the composer himself, is now being discussed by the independent group Opera Lab with two veteran fighters from the Deutsche Oper Berlin, Catherine Gayer and Klaus Lang in the main roles. [...] Faithful representations of operatic, vocal and instrumental music, theatre and dance are presented panoptically in the ballroom. [...] The Elders applaud from the stage and initiates the friendly applause from the premiere audience.

03/05/2017

Staatstheater / der Freitag

“Opera Lab Berlin has stemmed Staatstheater in a disarmingly evident rough manner with highly professional musicality and theatrical devotion. Sensational hype. Post-Nominate to the THEATERTREFFEN!“

03/05/2017

Was tun? – eine Wunderkammer / Opulens

“For Opera Lab this is not just a matter of housing politics. It delivers an overview of the various lifeforms of the ‚bourgeois Bohème‘. The visitors move through the rooms of an apartment. Solos, Duos and larger ensembles are played parallel in three acts. […] This experimental music theatre draws on three clearly defined sources: the musical-postdramatic theatre, opera and classical contemporary music. Opera Lab Berlin is a sort of expert at creating a complex Gesamtkunstwerk. The music in ‚What is to be done? - A cabinet of curiosities‘ was not composed for this production, as would be the case in traditional music theatre. Instead it is comprised of compositions by various composers which are intended for the dramaturgic concept and interpreted scenically. If one is inclined, it is possible to draw a parallel between this form of mediated ‚poverty‘ and the ability of the cultural precariat to survive and be creative within hypercapitalism. Art always finds new ways. As can be seen in housing politics.”

20/04/2018

Was tun? – eine Wunderkammer / tip

“Adorno asserted that there is no right life in the wrong. But what does the right one look like? The ensemble Opera Lab Berlin assembles pieces by contemporary composers such as Helmut Lachenmann, Jennifer Walsh and Brigitta Muntendorf with motifs from Nicolai Tshernyshevskis social-utopian novel ‚What is to be done?‘ published in 1863: young people experiment with social changes within their commune.”

11/04/2018

Rollbergidyll / Scenekunst

“Immigrants, children and housewives don’t belong to the standard audience for experimental music theatre. But when I see the German housewives who have dressed up for this occasion and are eating from the buffet filled with curiosity and delight while the strange sparkling musical theatrical tale unfolds, it turns out, that there is a predominant common denominator among the audience: poverty. As a spectator and a critic I am filled with ambivalent feelings. What does it mean to transport so-called  highbrow culture into a space which was created for society’s weakest? It becomes apparent, that Opera Lab Berlin’s experiment successfully masters the challenge. This communal project venture luckily omits the typical trap that has ripped open the century old chasm between contemporary art and the ‚people‘. Perhaps this performance can be imagined as a sort of transformational ritual in which music, singing, the set and sparkling costumes bestow power upon a place: tearing it away from its grey, busy everyday routine.”

29/06/2018

Rollbergidyll / Tagesspiegel

“The adventurous Opera Lab Berlin revives the long lost genre of idylls, which is strongly linked to the concept of a mythical Arcadia: a place beyond all social constraints. A thrilling event where wildly dressed up musicians and performers playing music from Schubert to Aperghis clash with reality and real life locals at a buffet in the Rollbergsiedlung Neukölln.”

23/06/2018

Rollbergidyll / taz

“The idyll is a zone, but also a state of peaceful and simple life, usually in rural solitude. The theatre ensemble Opera Lab Berlin revives this almost lost ideal in their music theatre piece ‘Rollbergidyll’”.

23/06/2018

Wir aus Glas / Berliner Morgenpost

“The musicians of Opera Lab Berlin are not hidden, but are present on stage as performers in outfits like purple swimming caps by costume designer You-Jin Seo.”

21/06/2018

Wir aus Glas / Süddeutsche Zeitung

“The six Opera Lab Berlin musicians dwell here as naturally as the two pairs of singers, they sleep, shower, go to the toilet, cook and celebrate total complacency at dinner.”

03/06/2018

Lonely Hearts Bus Tour / Theater der Zeit

“The bus at Koppenplatz goes nowhere. The wheels are jacked up, the windowpanes covered with boards. The ambience of glittering foil and a disco ball which awaits the passengers inside also has little to do with common public transport. This is the beginning of a static trip with classically interspersed electro sounds. Alba Gentili-Tedeschi at the keyboards and the flutist Shin-Joo Morgantini (in cat look) create a cold big city track. Soprano Gina May Walter announces the first stop with crystalline coloraturas: Anger. Denial, depression and acceptance are to follow. It’s a matter of coping with lovesickness and morning. A pressing topic in Berlin. ‚Lonely Hearts Bus Tour‘ is the name of this work by the Berlin ensemble Opera Lab.”

11/2018

Lonely Hearts Bus Tour / nmz

“It appears to me that the aspiration of any political participation was missing in the individual productions - with a few well-made exceptions: an aged bus, repurposed as a theatrical space, parked in the midst of hip Berlin-Mitte, is indeed a political statement: funny, subversive – and pragmatical.”

11/2018

Lonely Hearts Bus Tour / MusikTexte

“In their self-produced ‚Lonely Hearts Bus Tour’ show Opera Lab Berlin relocates the self-discovery trip of an entire generation of young Berliners in a flickering and brutally modern way into a scrapped and modified bus, in which the audience together with the musicians undertakes an odyssey through the last stages of a broken relationship. Composer Evan Gardner finds the material for this shrill confrontation with the hardships of a generation left behind in the nocturnal capital’s stories about club nights and drug excesses. The bus becomes a cipher for rootlessness and forced mobility, making coming to rest an impossibility.”

11/2018

Lonely Hearts Bus Tour / Positionen

“Participating in the 'Lonely Hearts Bus Tour' (Opera Lab Berlin) meant taking a ride into Berlin’s club world in a veteran scrapped bus, parked at Koppenplatz. The lonely heart was that of a prototype party girl, whose party mood was caused and simultaneously massively constricted by lovesickness. The consequence: an hour long series of emotional outbursts. ‚Next stop: depression‘, a member of the musical bus crew comments sarcastically at the end.”

11/2018

Lonely Hearts Bus Tour / SWR2 Journal am Abend

“On the ‘Lonely Hearts Bus Tour’ the spectators sit in a dimmed bus. Opera Lab Berlin invites to an imaginary sightseeing tour of gentrified Berlin. A city guide in a pink rat costume sings praise of the city as capital investment. En route they pick up a clubber in golden leggings and wings. She sings her sorrow about a lost lover and quotes the Revelation of John – fallen angel or whore babylon? A modern oratorio.“

24/09/2018

Songs of Rebellion / Neue Zeitschrift für Musik

As ritualized uprising Songs of Rebellion (Brigitta Muntendorf / Michael Höppner) puts the contradiction, already resonating in the title, between romantically transfigured songs and socio-critical revolt forward to discussion. The dystopian pop music fabric softener (and equalizer) forms both workers’ song and „punkitude“ into a dull soundscape and the interconnection of Schubert’s Winterreise with the Internationale robs both respectively of their aesthetic and reflective power. But thus a mirror of our times is conjured, which sees us slide from one „rebellion“ to the next, without causing an overthrow: rebellion as a romantic mystified ritual somewhere between uprising and complacency.

02/2019

Songs of Rebellion / VAN – Webmagazin für klassische Musik

While millions of people are out on the streets in Hongkong and Fridays for Future calls for a global protest, composer Brigitta Muntendorf and director Michael Höppner unleash a performative discussion about the partially ambivalent relationship between protest and song in the new production Songs of Rebellion. This performance was developed within a newly formed ‚Community of Practice‘. The premiere at the opening night of the BAM! Festival in Ballhaus Ost polarizes. The costumes with painted on penises and Antifa-symbols are on the artistic and mythic border to the pubescent, sometimes overcharged with infantility. But the music and performance are so powerfully convincing, that it only seems explicable in view of the project’s extraordinary collective genesis.

02/10/2019

Songs of Rebellion / O-Ton – online Musikmagazin

Die Revolution frisst ihre Kinder. Das ist keine neue Erkenntnis, aber eine erschreckende. Die wird in Songs of Rebellion verhandelt. […] Großartig, was die Darsteller leisten. Egal, ob sich einzelne in Einzelpositionen produzieren oder die Gruppe den rebellischen Sound gemeinsam erzeugt, aufregend bleibt es von Anfang bis Ende. Ende heißt in diesem Fall, dass Zuschauer auf dem Boden liegen. Der Friedhof am Ende der Rebellion ist riesig. Das stimmt nachdenklich. […] Songs of Rebellion beunruhigt, wirft Fragen und Perspektivlosigkeit auf. Eine ungesunde Mischung. Und vielleicht gerade deshalb ein aufreibendes Stück, das über den Tag hinauswirkt.

02/10/2019

ODYSSEY: Dead Men Die / O-Ton – online Musikmagazin

A core feature of the ensemble is all associated artists and performers working in all expressive performative modes. Conveying experimental aesthetics with contextual topicality is a primary objective of the ensemble. It is therefore unsurprising, that the new production treats a theme so rich in tradition as the return of Odysseus as a music theatre mega farce. […] What at first sounds and looks like Theater of the Absurd, on second glance proves to be a remarkable undertaking for this small ensemble, which works with a lot of enthusiasm, but very little financial means. The costumes of Hanna Rode are shrill and colourful and personality evoking. Stage designer Martin Miotk has joined the two worlds with a red ramp, sometimes used as a bridge, sometimes as tribune for paroles. The difficult return of Odysseus is visualized by filmmaker Christian Striboll as march through the marsh of life.

Soprano Gina May Walter is the cinema landlady Penelope, who mourns being a grass widow with perfect comedic timing, in order to punish the home comer like a fury, before she resigns and accepts him. As her son, countertenor Georg Bochow first has to go on stage as a one-man-orchestra-with-popcorn-selling-function, only then can he shed his psychosis as half-orphaned child. Baritone Martin Gerke is a wonderful sleazy comedian, who has muddled through in the role of Odysseus for thousands of years and now wishes to surrender himself to frolic.

Evan Gardner’s composition is full of selective references in music history. Additionally to the primed cello sounds and other electronic outputs, there are piano citations from Gershwin’s Rhapsody in Blue as well as Alessandro Scarlatti’s opera Il Primo Omicido next to grecian choir declamations. The 15 music-making sirens are responsible both for singing and playing — much praise must be given on that account to the musical directors Shin-Joo Morgantini and Louis Bona as well as Evan Gardner for the electronics, because the musicians perform their pieces mostly from various positions in the hall. Very warm applause for the entire ensemble and production.

01/02/2020

ODYSSEY: Dead Men Die / nmz – neue musikzeitung

For six years now Opera Lab Berlin, founded 2014 by the composer Evan Gardner and the director Michael Höppner, has put the idea of a radical musical equality of all performers at the heart of its work. As with all since then presented projects, the realization of Gardner’s newest music theater „Odyssey: Dead Men Die“ profits from the ensemble’s working method, without hierarchies, based on common responsibility for the development of all aspects of the performance. […]

The performance proves to be a plump theater farce full of successful devices which is staged by Höppner - in a stage design by Martin Miotk and enhanced with videos by Christian Striboll - as a form of station theater in various spots throughout the venue. […] Again and again, Gardner’s music, with it’s shifts between finely elaborated and rather coarsely meshed structured passages, provides a basis for manifold theatrical actions. […]

That all of this functions immaculately, must be booked as Opera Lab’s great merit. The performance not only proves, with what meticulousness the ensemble members shape Gardner’s musical guidelines and develop them into the superordinate theatrical framework. It also makes clear, that the ensemble led by Shin-Joo Morgantini and Louis Bona does justice to the enormous demands of the performative structure - consisting of singing, speaking, playing without score and acting in formation with others or as a soloist. The outcome is only problematic in the fact, that the music theater evening’s abundance of allusions cannot be comprehended in its totality and would really require a second viewing, in order to fully contextualize the experience. But isn’t that a positive signal in a time, in which everything is reduced to handy nibbles and in return avoids everything all too voluminous?

01/02/2020

ODYSSEY: Dead Men Die / Siegessäule

The music theatre collective Opera Lab Berlin stages a controversial contemporary interpretation of the antique Odysseus theme.

Amongst the music theatre groups in the capital’s fringe scene, Opera Lab Berlin ist without a doubt one of the most experimental and refreshing. The name says it all, the collective sees itself as a creative laboratory. Their plumply filled, often flamboyantly colourful pieces are all at once opera and instrumental theatre, performance and walk-in installations. Trash and camp go hand in hand with satire, sharp critique and vitriol farce. […]

For their current project „Odyssey: Dead Men Die“ the collective focusses on the antique legend Odysseus. Homer portrays him as a cunning hero. Opera Lab Berlin on the other hand scrutinizes Odysseus relentlessly and puts him on trial. […]

In his music for voices, instruments and electronics, Gardner works with diverse stylistic references, quotes from pop culture and music history. These references are important to him as clear indications of socio-cultural contexts, which are covered in the piece. And they are highly up-to-date. Because here the story of Odysseus is read as ‚attempt to violently and ignorantly reinstate a deeply crisis-ridden and broken social order’, as Michael Höppner explains. Promising critique of capitalism with flying sparks, chipped out of the famous antique legend.

02/2020

The Great (re)Learning / Exberliner

How can we go back to normal after COVID lockdowns? (…) Opera Lab Berlin offers a surprisingly moving and original take on the well-worn topic. Composition from Cornelius Cardew’s The Great Learning is reworked and hits the right tone, with repetitive interludes that hammer home the message of boredom. (…) A highly original piece of immersive musical theatre.

28/11/2022

HUM-AN Orchestra / RBB 24

One plays a wonderful tune, another finds it too sweet – the atmosphere tips into aggression. Beautiful melodies meets wild cluster bangs on the piano.
This creates an ever-growing drive on the stage, feelings and opinions fueling each other. (…) Each of these interactions has a musical counterpart. This is the mechanic of the machine, creating harmonies that emulate, contradict, celebrates, extinguish each other. (…)
As far as the on-point, musically intriguing and often also simply hilarious interactions, it was all in all an exciting evening.

24/02/2022

Who’s afraid of pop-culture / Bündnis für Freie Darstellende Künste Bundesforum

Evan Gardner, composer and artistic director of the group, has arranged the scores of each individual song as if they were contemporary experimental operamusic: unusual instrumental combinations, musical textures in the intersection between tone and noise, harmonic liberties. Adding the classical trained voices, big, full of pathos and vibrato. (…) The film directors who took over the direction of the clips, show aesthetics that tie in with the traditions of music videos and their narratives – with ghosts and the undead, making one almost automatically think of Michael Jacksons “Thriller”-video.

2021

Who’s afraid of pop culture / NMZ

All five pieces are now enriched with additional features by Evan Gardner, transferring them into scores as notation-based cultural artefacts. Gardner has in fact done much more, maintaining the structural characteristics of the fundamental popsongs, arranged for the collectively tested instrumental and vocal opportunities of Opera Lab and thereby transforming them into the format of miniature operas. (…) The use of popsongs as source material guarantees a global understanding of the expressed cultural references, but also supports the educational as well as the entertainment aspect of the overall product.

04/2022

Sales Of A Deadman / LA Theatrix Berlin

"Sales of a Deadman'' is a disquieting study in sound. (...) Evan Gardner's intricate score, intricately portrays the disquieting study of sound, offering a controlled cacophony that delves into the soulless nature of American consumerism. (…) delivering an affective and acerbic impression of the wastefulness engendered by capitalism.

04/07/2023

ECHO 2050 / Flux FM

"It was a truly crazy evening. I had a fantastic time. It was super crazy, and there was singing too. They performed classical pieces, but overall, it was more in the genre of variety shows,I'd say. It was very queer and an absolutely absurd mix. There were also cinematic elements...The topic of AI is approached with a lot of humor, which I really liked.Nowadays, discussions about AI are either overly enthusiastic about a fantastic future or filled with fear. That annoys me personally, so I found this refreshing. It offered a playful perspective, suggesting we could use and adapt AI in a fun way.The evening tried to capture that, especially with a campy, playful queer approach"

02/2024

A Guide to Self Synthesis / Flux FM

"The evening had some truly beautiful moments. It also became particularly compelling through a highly topical political dimension: In the United States, trans people are still subject to severe state repression — the performance included stories of individuals having their passports taken away because they refused to choose a gender. And even in Germany, trans people still face significant hostility. In this sense: a truly important evening of theatre."