Willkommen 
im Labor

Opera Lab Berlin verwirklicht seine künstlerischen Anliegen in verschiedenen Formaten. Wir produzieren größere Musiktheaterarbeiten selbst, unternehmen künstlerische Kooperationen und haben zuletzt die experimentelle Musiktheaterreihe IM FELD ins Leben gerufen.   Für IM FELD bringt Opera Lab Berlin Komponisten und Regieteams zusammen, die gemeinsam mit dem Ensemble im Acker Stadt Palast Berlin in jeweils einwöchigen Proben- und Aufführungsphasen kleinere, experimentelle Produktionen von neuem Musiktheater realisieren. Opera Lab Berlin erzeugt hier einen vergleichsweise intimen und regelmäßig geöffneten Freiraum für neues Musiktheater als Begegnungsstätte von künstlerischer Kreativität und neugieriger Zuschauerschaft. Am Ballhaus Ost wird in den kommenden Jahren jährlich eine große Produktion von zeitgenössischem Musiktheater realisiert.
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Ostravaganza

wird gefördert durch die initiative neue musik e.V.

Aktuell in der Produktion befindet sich der Dokumentarfilm: „OSTRAVAGANZA - Entdeckung der ostdeutschen Avantgarde“. Regisseur Martin Miotk begleitet Kulturjournalistin Marion Christen bei ihrer Spurensuche nach dem wahren Ursprung der Avantgarde - Musik.

Ihre Story: Sechs Ostdeutsche Künstler*innen haben nicht nur die wichtigsten Innovationen der Neuen Musik hervorgebracht, sondern frönen noch heute in einem subversiven kulturellen Untergrund in Altersheimen und Kulturzentren der Experimentalmusik. Die rüstigen Rentner geben sich offiziell als Schlager- und Unterhaltungsstars aus und tarnen ihre Auftritte als Nostalgieshows und Tanztees, wo sie doch bereits in der Bevormundungsdiktatur der DDR ihr avantgardistisches Kunstschaffen verstecken mussten. Diese Vorreiter der radikalen Moderne drängen nun an die Öffentlichkeit um ihre „Ostravaganza“ einem breiten Publikum zu präsentieren. Denn die musikalische Avantgarde kam aus dem Osten, wurde betrogen, enteignet, vergessen und soll endlich rehabilitiert werden. Coming-Outs, Nervenzusammenbrüche, Geständnisorgien sowie emotionale Minenfelder inklusive...

Aufführungen: Winter 2020 (TBA)

KONZEPT: Martin Miotk und Jennifer Walshe

REGIE, PRODUKTIONSDESIGN: Martin Miotk

KOSTÜME: Andy Besuch 

ORIGINAL SOUNDTRACK: Jennifer Walshe 

MUSIKALISCHE LEITUNG: Nina Guo 

AUSSTATTUNG: Christina Lelli

KAMERA: Andrea Bonetti, Evan Gardner

TON: Giovanni Zaniol, Felix von Dohlen

PRODUKTIONSLEITUNG ASSISTENZ: Marta Blazanovic-Drefers

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Evan Gardner

MIT: Marion ChristenDagmar Gelbke, Giso Weißbach, Desirée Mansky-Kalauke, Sabine Desskouw, Dr. Gabi Thöns, Barbara Lauritzen sowie Alba Gentili-Tedeschi (Klavier), David Eggert (Cello), Jack Adler-McKean (Serpent), Jone Bolibar Núñez (Klarinette), Shin-Joo Morgantini (Flute), Nina Guo (Sopran), Matthias Koole (Gitarre), Francesca Verga (Musiktranskription) 

Love and Diversity

Love & Diversity von Manos Tsangaris spielt mit dem Format des Speed-Datings und widmet sich auf unterhaltsame und gleichzeitig außergewöhnliche Art und Weise Ritualen des Kennenlernens. Aufgebaut als ein Stationentheater besteht die Performance aus Instrumentalspiel, gesprochenen Texten, Aktionen und kleinen Lichtereignissen. Acht kurze, intensive und intime Musiktheaterepisoden werden kontinuierlich sowie simultan während des Abends wiederholt. Das Publikum – einzeln oder in kleinen Gruppen – besucht diese musikszenischen Solominiaturen nacheinander und erkundet dabei nicht nur eine Vielzahl an Facetten der zwischenmenschlichen Begegnung, sondern erfährt dabei das Stück selbst aus immer neuen Perspektiven und taucht tiefer und tiefer darin ein. Auf diese Weise wird das Publikum selbst Teil dieses kleinen Welttheaters und durchlebt dabei eine faszinierende Verwandlung.

Opera Lab Berlin hat Love & Diversity in Zusammenarbeit mit dem Komponisten bereits 2015 sehr erfolgreich in Berlin aufgeführt. Mit seiner eigenen Version von Manos Tsangaris‘ Meisterwerk, in der sich ein modernes Panorama menschlicher Einsamkeit entfaltet, wird das Ensemble nun sein Debüt bei den Operadagen Rotterdam feiern.

Aufführungen: 26. September 2020, 19:00 - 21:30 Uhr

im Rahmen von OperadagenRotterdam

KOMPONIST: Manos Tsangaris

REGIE: Michael Höppner

BÜHNENBILD: Martin Miotk

TECHNISCHE LEITUNG: Martin Siemann

TECHNISCHE EINRICHTUNG: Oliver Fenk

KOSTÜME: Andy Besuch

MASKE: Martin Rink

TON: Giovanni Zaniol

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Evan Gardner 

MIT: Penelop Gkika (Violine), Shin-Joo Morgantini (Querflöte), Louis Bona (Bratsche), Alba Gentili-Tedeschi (Spielzeugklavier), David Eggert (Cello), Jone Bolibar Nunez (Klarinette), Haggai Cohen Milo (Kontrabass), Nolundi Tschudi (Schauspielerin), De Saturners (Einweiser)

Weltpremiere

Memorial of Rebellion

Anstelle einer Live-Aufführung, die der Pandemie zum Opfer fiel, kreierten das interdisziplinäre Duo Brigitta Muntendorf (Ensemble Garage) und Michael Höppner (Opera Lab Berlin) eine audiovisuelle Installation mit dem Titel Memorial of Rebellion, die am 17.09.2020 Weltpremiere beim Ultima Oslo Contemporary Music Festival feiern wird. Die Installation baut auf dem 2019 entwickelten Stück Songs of Rebellion auf und beschäftigt sich mit der ambivalenten Beziehung des Protestsongs zu verschiedenen Formen politischen Widerstands. Die Installation im Gegensatz zur Live-Aufführung spielt mit Abwesenheit als performative Muster des Nicht-Physischen und Unberührbaren. Jeweils zwei Besucher*innen begeben sich im Ausstellungsraum auf eine intime Reise zu ihrem persönlichen Verhältnis zur Rebellion, welches durch Audio- und Videoprojektionen erfahrbar wird. Vor dem Hintergrund der physisch distanzierten Begegnung des De-Solidarisierten erscheint die Pandemie nicht als Ausnahmezustand, sondern als Radikalisierung des Status Quo.

Weltpremiere: 17. und 18. September 2020, jeweils 12:00 bis 20:00 Uhr beim Ultima Oslo Contemporary Music Festival
Weitere Aufführungen: 7. November 2020, 19:00 bis 22:00 Uhr bei November Music in 's-Hertogenbosch (NL), November 2020 (tba) bei Huddersfield Contemporary Music Festival

Idee, Konzept, Komposition: Brigitta Muntendorf

Idee, Konzept, Regie: Michael Höppner

Kostüme, Masken: Jule Saworski

Video: Warped Type (Andreas Huck und Roland Nebe)

Klangregie: Maximilian Estudies

Technische Produktionsleitung: Martin Siemann


Mit: Carola Schaal (Klarinette, Performance), Till Künkler (Posaune, Performance), Louis Bona (Bratsche, Performance), Malgorzata Walentynowicz (Synthesizer, Performance), Evdoxia Filippou (Percussion, Performance), Brigitta Muntendorf (Performance), Michael Höppner (Performance)

Stimmung

eine Produktion von Opera Lab Berlin finanziert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

Das ursprünglich für einen sechsstimmigen A-Capella-Chor von Karlheinz Stockhausen geschriebene Konzertstück Stimmung wird unter der Leitung von Margaux Marielle-Tréhoüart vom Opera Lab Berlin als Musiktanztheater neu interpretiert. Das vokale Geschehen wird übersetzt in räumlich-körperliche Vorgänge, die darüber hinaus eine Auseinandersetzung mit Stockhausens Gesellschaftsutopie ermöglichen. Die Beschäftigung mit dem Metaphysischen als künstlerisches Gegenbild zum kapitalistischen Rationalismus, zur westlichen Lebensweise und zum bürgerlichen Konzertritual könnte aktueller nicht sein. Gemeinsam mit dem Publikum unternimmt das Ensemble – eine Gemeinschaft tanzender Sänger*innen – eine Sinnsuche inmitten des Widerspiels von Vereinzelung und Kollektivität. Im ehemaligen Kirchenraum des Ballhaus Ost verortet, werden künstliche und echte Paradiese inmitten metaphysischer Obdachlosigkeit beschworen. Stimmung wird so gleichermaßen zu Gottes Totenmesse wie zum spirituellen Wiederbelebungsversuch seiner Überreste. Diese tanz- und musiktheatralen Liturgie tragikomischer Begegnungen mit den letzten Dingen eröffnet so letztlich die Frage, ob nicht die Metaphysik selbst dem irdischen Glück im Wege steht.

Uraufführung: 18. Februar 2021 um 20:00 Uhr im

Ballhaus Ost (Pappelallee 15, 10437 Berlin)

Weitere Aufführungen: 19., 20., 21. Februar 2021, 20:00

Uhr

Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin

KOMPOSITION: Karlheinz Stockhausen

CHOREOGRAFIE: Margaux Marielle-Tréhoüart

MUSIKALISCHE LEITUNG: David Eggert, Francesca Verga

BÜHNE UND KOSTÜME: Cristina Nyffeler

LICHT DESIGN: Emese Csornal 

DRAMATURGIE: Michael Höppner

PRODUKTIONSLEITUNG: Christine Elbel 

CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ: Roshanak Morrowatian

PRODUKTIONSHOSPITANZ: Giulia Fornasier

KÜNSTLERISCHE LEITUNG OPERA LAB BERLIN: Evan Gardner


Sopran: Gina May Walter, Nina Guo

Alt: Sophie Catherin

Tenor: Magnus H. Jonsson, David Eggert

Bass: Julien Ségol