Willkommen 
im Labor

Opera Lab Berlin verwirklicht seine künstlerischen Anliegen in verschiedenen Formaten. Wir produzieren größere Musiktheaterarbeiten selbst, unternehmen künstlerische Kooperationen und haben zuletzt die experimentelle Musiktheaterreihe IM FELD ins Leben gerufen.   Für IM FELD bringt Opera Lab Berlin Komponisten und Regieteams zusammen, die gemeinsam mit dem Ensemble im Acker Stadt Palast Berlin in jeweils einwöchigen Proben- und Aufführungsphasen kleinere, experimentelle Produktionen von neuem Musiktheater realisieren. Opera Lab Berlin erzeugt hier einen vergleichsweise intimen und regelmäßig geöffneten Freiraum für neues Musiktheater als Begegnungsstätte von künstlerischer Kreativität und neugieriger Zuschauerschaft. Am Ballhaus Ost wird in den kommenden Jahren jährlich eine große Produktion von zeitgenössischem Musiktheater realisiert.
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The Kreidler Conspiracy

Mit Kreidler Conspiracy präsentiert Opera Lab Berlin den ersten musiktheatralen Adventskalender! Das Labor in der Monumentenstraße 5 lässt endlich Blicke der Öffentlichkeit zu und enthüllt sich als Popup Store für Wahrheit. Vom 1. bis zum 24. Dezember setzt sich das Kollektiv für zeitgenössisches Musiktheater performativ gewitzt und musikalisch hochvirtuos mit Verschwörungstheorien auseinander anhand von Kompositionen des Konzeptmusikkünstlers Johannes Kreidler.


So wird jeden Tag von Mitgliedern des Ensembles in verschiedenen Konstellationen eine neue Konspiration mit und rund um Johannes Kreidlers Musik enthüllt. Wie erklärt Seilspringen die geheimen Machenschaften hinter 9/11? Was haben auf Gitarren herabfallende Schuhe mit den Illuminati zu tun? Und wussten Sie schon, dass Prince Charles ein Vampir ist - und dass Opera Lab ihn eingefangen hat? Am Kaminfeuer erzählt Opera Lab die populärsten Geschichten und Märchen des 21. Jahrhunderts. Unwahrheiten, die aus den Tiefen der sozialen Mediennetze das Narrativ des Zeitgeists bestimmen und das neue Heil oder den Untergang verkünden. Oder sogar Realität werden.


Täglich schwingt der samtene Vorhang um 17 Uhr festlich auf und eine neue Tür zur alternativen Wahrheit öffnet sich. Passant:innen können dann vor dem Schaufenster mithilfe von desinfizierten Bluetooth-Kopfhörern am Geschehen im Inneren des Labors teilnehmen. Die kurzweiligen Performances sowie Abstände und Maskenpflicht erlauben einen sicheren Kunstgenuss in frischer Luft. Freuen Sie sich auf Verbindungen, wo keine sind; auf spannende Musikre- und Konzepte; auf Elvis und Bigfoot; auf Schokolade mit Lametta. 


Vergessen Sie die Liebe, Weihnachten 2021 wird zum Fest der Wahrheit!

01 -24 Dec 2021

17:00, 17:30, 18:00 & 1830


DAS LABOR

MONUMENTENSTR 5

10829 BERLIN


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OPERALABBERLIN

Composition: Johannes Kreidler

Directors and Dramaturgy: Anna Weber, Georg Bochow, Günter Wolf-Lemke, Gina May Walter, Nolundi Tschudi, Sophie Cathrin and Evan Gardner

Stage & Costume Design: Günter Wolf-Lemke 

Light Design: Santiago Dolijan

Production Management: Julie Kurzke 

Live Video: Marta Maluva

Artistic Director: Evan Gardner

Performers: Anna Weber, Georg Bochow, Günter Wolf-Lemke, Gina May Walter, Nolundi Tschudi, Sophie Cathrin and David Eggert

Human Orchestra

HUM-AN Orchestra : repetition repetition repetition BANG BANG
In Kagels Zwei Mann Orchester wird die Umwälzung der Industriellen Revolution sichtbar gemacht, die uns eine Welt hinterlassen hat, in der der weiße Mann herrscht. Der komplexe Prozess von Maschinen wird externalisiert zu einer riesigen vielschichtigen Skulptur aus Seilen, pulleys und intricate physische Mechanismen. Opera Lab Berlin bringt dieses Werk ins 21. Jahrhundert und weist in die Zukunft, in der die Digitale Revolution vollendet ist und die Menschheit das Echo der Vorurteile überwinden muss. Aus Drahten werden drahtlose Verbindungen, aus Seilen werden digitale Netzwerke, aus der Übertragung von Kraft wird Informationstransfer und - und das ist wirklich revolutionär - der Mensch ist nicht mehr in extern kontrollierender Funktion, sondern wird vielmehr in die digitale Maschine nahtlos eingebunden. Der Prozess von Maschinen wird internalisiert. Menschliche Interaktionen werden zur Datenübertragung. Körper erweitern sich ins Digitale. Rußwolken verwandeln sich in eine omnipotente Cloud. 


Die Mitglieder des Ensembles für zeitgenössisches Musiktheater werden selbst zur kollektiven Maschine und erforschen ihre neuen digitalisierten zwischenmenschlichen Dynamiken, die gegen den status quo rebellieren muss. Sie werfen Prozesse und Strukturen der Alten Welt über Bord und organisieren sich als dezentrales Netzwerk, sie setzen künstlicher Quantenintelligenz menschliche nicht- binäre Schwarmintelligenz entgegen. Schon in der Entstehung des Stückes wurde intersektionell, multimedial und kollaborativ an Fragen wie diesen gearbeitet: Was bedeutet der Körper im World Wide Web, wo beginnt, wo endet er? Was bringt eine Bluetooth Verbindung zum resonieren? Was genau ist die über allem schwebende Cloud? Wohin treibt die alles in sich fassende Maschine hin? Und wer oder was kontrolliert das System? Kommen Sie mit auf diese Reise hoch hinauf, ins Ungewisse.

Director: Gina May Walter

Musical Director: Francesca Verga

Costume design: Cristina Lelli

Stage design: Isabelle Kaiser

Video Artist: Samuel Chalela Puccini

Choreography: Ruben Mendo

Audio Processing Engineer: Simon Walker

Sound Engineer: Tad Klimpt

Light Design: Max Rux

Production Managerot: Julie Kurzke

Artistic Director: Evan Gardner


Soprano: Nina Guo

Davis West: Violin

Violoncello: Guilherme Rodriguez

Accordion: Franka Herwig

Synthesizer: Alba Gentili-Tedeschi

Viola: Amanda Bailey:

Dance: Ruben Mendo

Stimmung

eine Produktion von Opera Lab Berlin finanziert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

Das ursprünglich für einen sechsstimmigen A-Capella-Chor von Karlheinz Stockhausen geschriebene Konzertstück Stimmung wird unter der Leitung von Margaux Marielle-Tréhoüart vom Opera Lab Berlin als Musiktanztheater neu interpretiert. Das vokale Geschehen wird übersetzt in räumlich-körperliche Vorgänge, die darüber hinaus eine Auseinandersetzung mit Stockhausens Gesellschaftsutopie ermöglichen. Die Beschäftigung mit dem Metaphysischen als künstlerisches Gegenbild zum kapitalistischen Rationalismus, zur westlichen Lebensweise und zum bürgerlichen Konzertritual könnte aktueller nicht sein. Gemeinsam mit dem Publikum unternimmt das Ensemble – eine Gemeinschaft tanzender Sänger*innen – eine Sinnsuche inmitten des Widerspiels von Vereinzelung und Kollektivität. Im ehemaligen Kirchenraum des Ballhaus Ost verortet, werden künstliche und echte Paradiese inmitten metaphysischer Obdachlosigkeit beschworen. Stimmung wird so gleichermaßen zu Gottes Totenmesse wie zum spirituellen Wiederbelebungsversuch seiner Überreste. Diese tanz- und musiktheatralen Liturgie tragikomischer Begegnungen mit den letzten Dingen eröffnet so letztlich die Frage, ob nicht die Metaphysik selbst dem irdischen Glück im Wege steht.

Weimar SPIEL! Festival March 2021

KOMPOSITION: Karlheinz Stockhausen

CHOREOGRAFIE: Margaux Marielle-Tréhoüart

MUSIKALISCHE LEITUNG: David Eggert, Francesca Verga

BÜHNE UND KOSTÜME: Cristina Nyffeler

LICHT DESIGN: Emese Csornal 

DRAMATURGIE: Michael Höppner

PRODUKTIONSLEITUNG: Christine Elbel 

CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ: Roshanak Morrowatian

PRODUKTIONSHOSPITANZ: Giulia Fornasier

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Evan Gardner


Sopran: Gina May Walter, Nina Guo

Alt: Sophie Catherin

Tenor: Magnus H. Jonsson, David Eggert

Bass: Julien Ségol

Ostravaganza

wird gefördert durch die initiative neue musik e.V.

Aktuell in der Produktion befindet sich der Dokumentarfilm: „OSTRAVAGANZA - Entdeckung der ostdeutschen Avantgarde“. Regisseur Martin Miotk begleitet Kulturjournalistin Marion Christen bei ihrer Spurensuche nach dem wahren Ursprung der Avantgarde - Musik.

Ihre Story: Sechs Ostdeutsche Künstler*innen haben nicht nur die wichtigsten Innovationen der Neuen Musik hervorgebracht, sondern frönen noch heute in einem subversiven kulturellen Untergrund in Altersheimen und Kulturzentren der Experimentalmusik. Die rüstigen Rentner geben sich offiziell als Schlager- und Unterhaltungsstars aus und tarnen ihre Auftritte als Nostalgieshows und Tanztees, wo sie doch bereits in der Bevormundungsdiktatur der DDR ihr avantgardistisches Kunstschaffen verstecken mussten. Diese Vorreiter der radikalen Moderne drängen nun an die Öffentlichkeit um ihre „Ostravaganza“ einem breiten Publikum zu präsentieren. Denn die musikalische Avantgarde kam aus dem Osten, wurde betrogen, enteignet, vergessen und soll endlich rehabilitiert werden. Coming-Outs, Nervenzusammenbrüche, Geständnisorgien sowie emotionale Minenfelder inklusive...

Aufführungen: (TBA)

KONZEPT: Martin Miotk und Jennifer Walshe

REGIE, PRODUKTIONSDESIGN: Martin Miotk

KOSTÜME: Andy Besuch 

ORIGINAL SOUNDTRACK: Jennifer Walshe 

MUSIKALISCHE LEITUNG: Nina Guo 

AUSSTATTUNG: Christina Lelli

KAMERA: Andrea Bonetti, Evan Gardner

TON: Giovanni Zaniol, Felix von Dohlen

PRODUKTIONSLEITUNG ASSISTENZ: Marta Blazanovic-Drefers

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Evan Gardner

MIT: Marion ChristenDagmar Gelbke, Giso Weißbach, Desirée Mansky-Kalauke, Sabine Desskouw, Dr. Gabi Thöns, Barbara Lauritzen sowie Alba Gentili-Tedeschi (Klavier), David Eggert (Cello), Jack Adler-McKean (Serpent), Jone Bolibar Núñez (Klarinette), Shin-Joo Morgantini (Flute), Nina Guo (Sopran), Matthias Koole (Gitarre), Francesca Verga (Musiktranskription)