The "sacred art" is commonly used to express what cannot be said but only felt. Pressing mute on a Horror film makes the fear more bearable. Chart Hits transport us to a land of infatuation, joy and nostalgia. But what about the role of musicians and composers in a time when music has become a way of emotionalising a neoliberal means of production, a consumable resource used to improve performance? Are musicians no more than slaves turning a cog that helps keep a machine running? "Music as emotion" confronts the image of music as an emotional transmitter dependent upon the subjective perception of a composer, calling into question whether such a clear and reciprocal relationship is possible or indeed at all meaningful.
Reinholdtsen’s work allows musicians to overcome these roles, generating material from scepticism of today's musical environment, but never losing the fundamental desire to make music. Such questions are underlined theatrically by attempts to create a space which can overcome stereotypical performance practices, allowing the absurd, the intellectual and the playful to override any neoliberal power grabs.
Composer: Trond Reinholdtsen
Directors, Stage-design, Costume Design, Video: Georg Schütky, Lea Søvsø und Vincent Stefan
Musical Direction: Antoine Daurat
Dramaturgy: Michael Höppner
Artistic Director: Evan Gardner
Production: Anna Crespo, Rachel Libby-Mills
Violin: Mia Bodet
Violoncello: Ulrike Ruf
Guitar: Allen Smithee
Clarinet: Jone Bolibar Núñez
Accordion: Sergey Tchirkov
Piano: Alba Gentili-Tedeschi
Performance: Antoine Daurat , Günter Schanzmann, Georg Schütky, und Lea Søvso
Dieser „holden Kunst“ wird gemeinhin die Fähigkeit zugesprochen auszudrücken, was man nicht zu sagen vermag und unmittelbar empfindet. Bei Horrorfilmen den Ton abzudrehen, hilft, die Angst erträglicher zu machen. Charthits entführen uns in emotionale Räume der Verliebtheit, Freude und Nostalgie. Wie aber steht es um die Rolle von Musikern und Komponisten in einer Zeit, in der Musik als Technik der Emotionalisierung fester Teil eines neoliberalen Produktionsprozesses geworden ist, in dem Emotion als endlos konsumierbare Ware und als Ressource zur Leistungssteigerung dient? Ist Musik bloß ein Rad im Getriebe, das die Maschine am Laufen hält? Sind Musiker Sklaven dieser Funktionalität? „Music as Emotion“ konfrontiert den Glauben an eine Musik als Emotionstransmitter mit dem subjektiven Empfinden des Komponisten, der damit hadert, Emotionen bereitzustellen.
Reinholdtsen stellt in Frage, ob eine eindeutige und reziproke Übersetzung von Musik in Emotion möglich und überhaupt sinnvoll ist und erlaubt den Musikern, ihre Rolle als Werkzeug ferngesteuerter Emotionsübermittlung zu überwinden. „Music as Emotion“ ist ein Musiktheater, das sein reiches musikalisches Material aus großer Skepsis gegenüber heutigem Musikschaffen generiert, ohne dabei die Lust an Musik zu verlieren. Szenisch unterstrichen werden die Fragestellungen dieses Musiktheaters durch den Versuch, einen Raum zu schaffen, der absurd, intellektuell und spielerisch eine Überwindung stereotyper (Musizier-)praktiken erlaubt und den Blick auf eine emotionale Musik jenseits neoliberaler Machttechniken freistellt.
Komposition: Trond Reinholdtsen
Inszenierung, Bühne und Kostüme, Video: Georg Schütky, Lea Søvsø und Vincent Stefan
Musikalische Leitung: Antoine Daurat
Dramaturgie: Michael Höppner
Künstlerische Leitung: Evan Gardner
Produktionsleitung: Anna Crespo, Rachel Libby-Mills (Assistenz)
Mia Bodet: Violine
Ulrike Ruf: Violoncello
Allen Smithee: Gitarre
Jone Bolibar Núñez: Klarinette
Sergey Tchirkov: Akkordeon
Alba Gentili-Tedeschi: Klavier
Antoine Daurat, Günter Schanzmann, Georg Schütky, und Lea Søvso: Performance